Ernährung von Hund und Katze

„Lass Deine Nahrung die erste Medizin sein.“ ( Hyppokrates, 460 – 377 v. Chr. )

Es ist unbestritten, dass es auf Grund der Weiterentwicklung in der Tiermedizin sowie der Forschung auf dem Gebiet der Futtermittel zu einer wesentlichen Verlängerung der Lebenserwartung unserer Haustiere gekommen ist.
Mit dem gestiegenen Lebensalter ergeben sich auch für Hunde und Katzen die gleichen Problem wie für uns Menschen: Leber, Niere und Bauchspeicheldrüse sind nicht mehr voll funktionstüchtig, das Herz macht Probleme, die Knochen und Gelenke schmerzen und auch das Gehirn ist träger geworden.

In Zusammenarbeit von Tierärzten und führenden Futtermittelherstellern ist es aber gelungen, für diese Probleme – neben medikamenteller Therapie – eine maßgeschneiderte Fütterung anzubieten.
– Nierenfutter: die Abbauprodukte des Eiweißstoffwechsels belasten die geschädigten Nieren enorm, daher ist dieses Futter eiweißreduziert. Allein durch diese Fütterung ist es möglich, einer nierenkranken Katzen noch etliche Jahre zu schenken.

– Leberfutter: ein Futter mit niedrigem Kupfergehalt ( beugt Leberzelldegeneration vor ) und hohem Zinkgehalt , hohem Energiegehalt ( Leberpatienten fressen schlecht ), hohem Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen.

– Bauchspeicheldrüsenfutter: reduzierter Fettgehalt ( verbessert die Verdauung ), geringer Fasergehalt ( ermöglicht eine hohe Verdaulichkeit und optimale Nährstoffaufnahme )

– Blasenfutter: immer mehr Hunde, vor allem aber Katzen leiden zunehmend an Blasenkristallen und Blasensteinen. Dies führt zu schmerzhaftem Harnabsatz, zum Teil mit Blutbeimengungen. Durch eine spezielle Diätnahrung können Kristalle und kleinere Steine in der Blasen aufgelöst werden und beugt einer weiteren Kristallbildung vor.

– „Allergiefutter“: eine immer größere Anzahl von Hunden und Katzen leidet unter einer Futtermittelallergie oder Futtermittelunverträglichkeit.
Die Symptome sind immer sehr ähnlich: das Tier kratzt sich unentwegt, dazu gesellt sich oft auch noch ein ständiger leichter bis stärkerer Durchfall. Diese Futtermittelunverträglichkeit entsteht durch eine erhöhte Sensibilisierung des Tieres gegenüber bestimmten Inhaltsstoffen des Futters. In den meisten Fällen sind die enthaltenen ( tierischen ) Proteine für diese Reaktion verantwortlich.
Daher enthalten viele dieser Allergiefuttermittel inzwischen pflanzliches Protei ( = Eiweiß ), wodurch viele Tiere keinen Juckreiz und keinen Durchfall mehr entwickeln. Obwohl Hunde ja Fleischfresser sind, ist der Einsatz von pflanzlichem Eiweiß problemlos möglich, da dieses die gleichen 10 essenziellen Aminosäuren ( = Grundbausteine von Eiweiß) enthält wie tierisches Eiweiß.
Im Zusammenspiel mit Allergietests aus dem Blut ist es uns möglich, für nahezu jeden Hund oder Katze ein passendes Futter auszuwählen.

Auch Meerschweinchen und Kaninchen leiden unter zahlreichen Erkrankungen und Störungen, die gut mit speziellem Futter unterstützend zu behandeln sind. Dazu gehören Probleme mit der Blase, den Atemwegen und dem Magen-Darmtrakt.