Akupunktur

Der Begriff Akupunktur leitet sich von den lateinischen Worten acus = die Nadel und pungere = stechen ab. Die Akupunktur verwendet physikalische Reize ( Nadeln ) an genau definierten Hautarealen sowohl zu therapeutischen als auch diagnostischen Zwecken bei funktionellen, reversiblen Erkrankungen. Das heißt, was bereits zerstört ist, kann durch Akupunktur nicht geheilt werden.
Die Akupunktur gehört zur Regulationsmedizin und versteht sich als „komplementäre“ Methode, also ergänzend zur Schulmedizin. Haupteinsatzgebiet ist momentan die Schmerztherapie bei bestehenden Knochen- und Gelenkserkrankungen, ebenso hat sie ihren Platz in der Notfalltherapie ( Nasenspitze und Schwanzspitze bei Atemstillstand ! ).
Nicht verwendet werden sollte die Akupuntur bei Nekrosen ( Gewebetod ), Septikämie ( Blutvergiftung ), Infektionskrankheiten mit seuchenhaftem Verlauf, Tumoren und chirurgische Indikationen.

Was passiert nun bei der Nadelung ?
Vereinfacht gesagt entsteht beim Stechen der Nadel eine Mikroentzündung, diese führt zu einer lokalen Gefäßerweiterung ( = verbesserte Durchblutung ) durch Erwärmung, sowie zu einem raschen Abtransport von schädlichen Stoffwechselprodukten. Der Stich wirkt unterstützend auf den lokalen Lymphfluß, über die Stimulation von Hautnerven wird die Durchblutung und Motorik innerer Organe angesprochen. Durch gezieltes Anstechen von Sehen- oder Muskelfasern können diese entkrampft werden, es entsteht wieder ein normaler Muskeltonus.
Die Auswahl der Akupunturpunkte ergibt sich aus der Indikation: Oftmals genügt es, locus dolendi Punkte (= „da wos weh tut“ ) zu nadeln, ein anderes Mal sticht man eine Kombination anatomisch genau definierter Punkte.

Oftmals gelingt es erst durch die Kombination Schulmedizin und Komplementärmedizin ( Akupunktur, Neuraltherapie, Goldimplantate ), Hunden und auch Katzen ein schmerzfreies Leben zu ermöglichen.